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Mehrfach in unserem Leben erfahren wir, die Suche nach Glück ist ein schier sinnloses unterfangen. Gehen wir in den Urlaub und sind glücklich, ist nach 14 Tagen schon wieder alles vorbei. Von einigen Lotto-Millionären wissen wir, Glück im Wohlstand leben zu können ist auch nur von kurzer Dauer. Oft ist es hinterher schlimmer. Und bist Du verliebt, ist nach ein paar Monaten oder gar Wochen, spätestens aber nach 2-3 Jahren die Luft wieder raus.

Also was soll das? Am Ende ist es wie vorher. Du bist traurig, unzufrieden, unentspannt - eben unglücklich. Gutgemeinte Versprechungen, wie „Bis der Tot uns scheidet“ und weiterer Quatsch, sind Gelöbnisse, sich selbst und dem Partner gegenüber, die wie Seifenblasen zerplatzen. Alle Mühen glücklich zu bleiben für die Katz.
So habe ich nun entschlossen das ganze Glücksgedöns ad acta zu legen, um Dich gleich aktiv am Unglücklichsein zu unterstützen. Ist viel einfacher, denn Du gerätst nicht auf die Hoffnungsschiene und kannst Dich beruhigt zurücklehnen. Ab heute kannst Du bewusst, selbst gesteuert und in vollen Zügen Unglück in Deiner Beziehung genießen.

In den folgenden 31 Tipps, wie Du erfolgreich Dich und Deinen Partner ins Unglück steuerst, findest Du garantiert alle Kniffe, um zielorientiert vorzugehen:

Tipp 1 bis 10 | 11 bis 20 | 21 bis 31

1.

Stelle ausschließlich Deine Erwartungen in den Vordergrund.

In Deiner Beziehung hat es von Anfang an höchste Priorität allein Deine Erwartungen in den Vordergrund zu stellen. Häusliche Organisation, Tagesabläufe, Standesdenken über verschiedene Geschlechterrollen und Erwartungen direkt an Deinen Partner, charakterlicher und emotioneller Art, sind rigoros durchzusetzen. Abweichungen führen zu Tipp Nr. 9.
Die allseits bekannte völlig zerdrückte Zahnpastatube, sowie herumgeschmissene Socken, kann und darf definitiv nicht akzeptiert werden. Beispielsweise muss ein festes morgendliches Frühstücksritual von Ihrem Partner akzeptiert werden, egal, wie er darüber denkt. Wichtige Fernsehserien zwischen halbsechs und acht oder Fußballübertragungen müssen vom Gegenüber toleriert werden. Bei Murren bitte Tipp Nr. 16 anwenden.

2.

Versuche Deinen Partner stets zu verändern.

Verhält sich Dein Partner nicht in gewünschter Weise, wie Du es erwartest ist es Deine Pflicht Ihn zu ändern. Arbeite eisern daran. Sage ihm immer wieder und unablässig welches Verhalten und welche „Züge“ Du an ihm nicht billigen kannst. Tipp Nr. 20 kommt Dir dabei zur Hilfe.

3.

Halte deinen Partner mit Vorwürfen auf trapp und führe Gespräche grundsätzlich in fordernder Art.

Dass Dein Partner ganz klar erkennt in welche Richtung Deine Vorstellung geht, wie er zu sein hat, ist es unumgänglich ihn stets mit Vorwürfen zu bombardieren. Auch wenn Du eine Frage stellst, kann in dieser Frage schon suggestiv Deine Erwartung enthalten sein. „Ich habe Dir schon hundert mal gesagt du sollst...!“ oder Warum hast du schon wieder nicht...!“ Sind Satzbausteine, die Du unbedingt in Deine Konversation einbauen musst.

4.

Kommuniziere nur Negatives.

Eine sehr verbreitete Angewohnheit ist, seinem Partner mit positiven Gedanken zu begegnen. Wie wir nun aber wissen ist das nur ein Aufschub für Unglücklich sein – später geschieht es doch. Deshalb ausschließlich in negativen Dimensionen denken und diese dann auch kommunizieren. „Das mit dir wird eh nichts mehr!“ oder „Du bist ein mächtiger Schlappschwanz!“ auch „Alles was du anpackst geht kaputt!“ sind Prägungen, die Du regelmäßig durchführen sollten. Mindestens ein Mal am Tag.

5.

Sage Dir ständig: “Ich genüge nicht!“

In diesem Punkt gehen wir weg vom Partner und betrachten uns selbst. Eine nicht zu unterschätzende Wirkung, um unglücklich zu sein bzw. schnell zu werden, haben Gedanken, die man über sich selbst hegt und pflegt. Zu diesem Zweck bete Dir oft am Tag vor, in Gedanken oder auch ganz laut, wie wenig Selbstachtung Du hast und was Du im Leben schon alles nicht erreicht hast. Ein sehr probates Mittel ist auch Dir immer wieder zu sagen: „Das kann ich nicht!“ oder „Das funktioniert so nicht!“ usw. Kommuniziere das auch Deinem Partner, so dass er sehr deutlich spürt in welche ausweglose Situation Du Dich begibst. Das verstärkt die Sache noch um ein vielfaches. Auch hier liegt der Erfolg in der Beharrlichkeit.

6.

Denke immer an die Vergangenheit, was dort alles schlecht gelaufen ist.

Weiterführend zu Punkt 5 musst Du Dich immer dazu zwingen an die Vergangenheit zu denken. Suche dort, in Deinen Gedanken, nach Situationen, in denen Du absolut versagt hast oder, wo Dich andere verletzt haben. Ganz wichtig dabei, Du musst immer wieder diese Situation, wie real in Deine Gefühlswelt einbauen.

7.

Denke auch immer an die Zukunft und habe Angst davor.

Genau so wie in Punkt 6 mit der Vergangenheit, gelingt das auch für Vermutungen in die Zukunft. Spinne Dir Situationen, in denen Du schon jetzt erkennst, hier läuft was mächtig daneben. „Das wird nie etwas!“ oder „Im Leben wird mein Partner nie ...!“ sind Beispiele, um schon jetzt Vorprogrammierungen in Zukunft Realität werden zu lassen.

8.

Mache grundsätzlich Deinen Partner und andere für Deine schlechten Gefühle verantwortlich.

Nun wieder zu Deinem Partner: Nicht geliebt zu werden, oder sich in einer Sackgasse befindend, sind beispielsweise Gefühle, die Du nur deshalb hast, weil Dein Partner sie Dir vermittelt. Auch unangenehme Emotionen beschleichen Dich nur darum, weil die Schwiegermutter, dein Chef oder deine eigene Mutter Dich dazu bringen – es gerade turbomäßig provozieren. Bade Dich stündlich in dieser Annahme.

9.

Mache das Verhalten Deines Partners für den Ursprung aller negativen Dinge verantwortlich.

Wie im vorherigen Punkt, ist für Dich die Assoziation sehr wichtig, nicht Du bist für Deine schlechte Laune verantwortlich, sondern Dein Partner. Seine Handlungen im Alltag und Haltungen zu bestimmten Dingen sind Auslöser aller Deiner Sorgen und Nöte.

10.

Erstelle eine umfangreiche Ausredenliste, dass Du stets gekonnt kontern kannst.

Für Deine Kommunikation grundsätzlich im Leben, jedoch speziell mit Deinem Partner, benötigst Du eine Liste die Dich rhetorisch überlegen macht. Erstelle hierzu eine Liste und lerne Sie auswendig. In dieser Aufstellung hältst Du alle, immer wieder kehrende Gesprächsmodi fest, und überlegst Dir in Ruhe, wie Du für Dinge, die Dir begegnen tolle Ausflüchte entgegnest. Darüber hinaus notiere Dir auch, wie Du das gehörte umdrehst, um daraus dem anderen einen Vorwurf zu generieren.

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